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2010
Intro (Split 10“: The Loyalty Report)
Eine Split-10-Inch als Dokument einer Bandfreundschaft. Klingt zunächst romantisch – und nach zwei Plattenseiten auch schlüssig. Zweimal Schrammel-Indie von der oberen Kante der Qualitätsskala.
 
2010
Rote Raupe Magazin (Split 10“: The Loyalty Report)
“The Loyalty Report” ist nicht nur das Produkt einer Freundschaft sondern auch ein Einblick ins indieske Schaffen der Bands, welche beide einen eigenen Sound für sich beanspruchen. Diesen interpretieren Sie auch in den Song der jeweils anderen Band hinein, was die EP nicht nur für Fans der beiden Bands interessant macht.
 
2010
In Your Face (Split 10“: The Loyalty Report)
Bisher habe ich die Bands VELVETEEN aus Frankfurt und STUN aus Bremen schon mehrmals live gesehen und besonders die Jungs aus dem Norden fand ich beeindruckend gut.

… Nun erscheint die Split-EP mit dem Namen „The Loyalty Report“ auf der jede Band einen Song von der anderen spielt. Dabei sind einprägsame Indie Nummern entstanden, die allerdings mit dem Original nicht allzu viel gemein haben. Mit dieser EP können die beiden Bands weitere Aufmerksamkeit bekommen und der ein oder andere wird wahrscheinlich Appetit auf mehr bekommen und sich das jeweilige Album zulegen.

 
2009
Motor (Album: And At Least You Dance)
Das Debütalbum der Bremer Band „Stun“ bietet „klassischen“ Emorock mit heftigem Noise-Anteil und vielen 90er Momenten. Man stelle sich einen Nachmittag der besonderen Art vor: Jimmy Eat World treffen sich zum Kaffeetrinken mit Sonic Youth im Haus von Evan Dando (Lemonheads-Frontmann) und hören sich kitschige U2-Songs an. Nebenbe spielen sie Courtney Love den einen oder anderen Telefonstreich. Warum die vielen Vergleiche? Weil sie sich anbieten. Der Sound der vier Bremer - Marco, Roman, Moritz und Johann - auf ihrem Album „And At Least You Dance“ bietet ebenso viele Gitarrenfeedback-Orgien wie Mitsing-Momente.

Das kollektive Gehör schmeißt die Name-Dropping-Maschine an und hält diese ersteinmal am Laufen. Ob bei treibenden Noise-Rockern wie „Pack your Bags“ und dem Zehnminüter „One“, oder dem poppigen „P-T-R“ mit U2-Textzitat aus „With ot without you“: Stun loten Genregrenzen aus. Die Aufmerksamkeit eines Labels zu erhaschen gestaltete sich bei diesem Mix äußerst schwierig. Fündig geworden sind Stun beim neugegründeten Hamburger Label Sister Jack. Als erster Künstler in deren neuem Portfolio nahmen sie im Studio des Trashmonkeys-Mitgliedes Dennis Rux ihr Debütalbum analog und und weitestgehend live auf. Das tut ihren 10 Songs, die sehr von der Dynamik leben, ausgesprochen gut. Vor allem die Gitarrenarbeit von Leadgitarrist Roman Pelz überzeugt mit schräg-verzerrtem Sound
und übersteuernden Interludes, die Akkordarbeit von Sänger Marco Goerlich unterstützt die „harmonische“ Disharmonie. Trotz aller Widersprüche klingt die Platte ausgesprochen homogen, die Tracks reihen sich wie selbstverständlich aneinander.
 
2009
Sellfish (Album: And At Least You Dance)
... Sie haben sich Zeit gelassen mit ihrem Debüt und das war rückblickend genau die richtige Entscheidung. So konnten die Songs von Stun in Ruhe reifen, die Band sich im Vorprogramm von den Thermals oder Favez beweisen und vielleicht auch das nötige Kleingeld zusammensparen, um mit Dennis Rux (u.a. Trashmonkeys) ein richtig gutes Album aufnehmen, das bereits durch seinen gewaltigen, fast bombastischen, aber nie überproduzierten Sound überzeugen kann.

Eine regelrechte wall of sound wird da von der ersten Minute an aufgebaut. Stun nennen sich selbst „Kinder des 90er Jahre Indierock“ und stellen das lautstark und mit viel Feedbackterror unter Beweis. Pavement kommen einen in den Sinn, ohne das Stun jemals zur bloßen Kopie würden. Lieber zitieren sie textlich mal ganz unscheinbar U2 und blasen uns schon frühzeitig mit dem zehnminütigen Lärm-Marathon „One“ um. Bei anderen Kapellen hätte ein solcher Song höchstens am Ende der Platte Platz gefunden, Stun schocken uns damit bereits in der ersten Albumhälfte..
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Ein schickes Artwork rundet die Veröffentlichung ab und macht „And At Least You Dance“ zum vielleicht besten deutschen Indierock-Debüt des Jahres.
 
2008
Visions (Album: And At Least You Dance)
Erneut wagt sich eine ehemalige Unexplored Band aufs große Parkett. Und weiß auch dort zu überzeugen.

Im Mai 2006 fand das Bremer Quartett mit der EP „The Need To Walk“ noch lobende Erwähnung in unserer Newcomer Rubrik. Nicht zu Unrecht, wie sich jetzt zeigt: Auch auf ihrem live und analog eingespielten Debüt vermengen Stun leicht angerauten Indierock mit dem, was man in den 90ern mal Alternative nannte, mit einer Prise Emo zu einem kraftvollen Hybriden. Das erinnert an so unterschiedliche Kollegen wie Favez, Pale oder Blackmail, doch auch offene Querverweise auf U2 und Blumfeld lassen sich finden und auf einen breiten Horizont schließen. Eindeutiger Höhepunkt: der trotz seiner Überlänge sehr stimmig geratene elfminütige Psychedelic-Strudel „One“. In der Summe ein zwar nicht eben origineller, aber mit Variabilität und schlichtweg guten Songs punktender Einstand.
 
2008
Slam Magazin (Album: And At Least You Dance)
Was macht der kühle norddeutsche Hanseat, wenn die Musikindustrie den Bach hinunter geht? Er handelt antizyklisch, und gründet ein neues Label. So geschehen im Fall von „Sister Jack" aus Hamburg. Die erste VÖ „AND AT LEAST YOU DANCE" ist zugleich das Langspiel-Debut von STUN aus Bremen. Das junge Quartett, anno 2006 mit der EP „The Need To Walk" erstmals im Blickfeld der Öffentlichkeit, hat unter Mithilfe von Dennis Rux (u.a. Trashmonkeys) quasi in Eigenregie ein Album eingespielt, dass seinesgleichen sucht! Verspielt-verschwurbelte Schrabbel-Bratz- Gitarren umschwärmen einen Bass, der donnert wie ein Kanonenball! Der Sound der Sehnsucht paart sich hier mit Grunge, Rock + Wave. Noch in den 90ern hätte Stun mit diesem Album umgehend einen Majordeal bekommen, mit der CD mindestens Goldstatus erhalten! Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend...
 
 
 
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